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Richard Reich war lange Jahre Redaktor der «Neuen Zürcher Zeitung», Kolumnist mehrerer NZZ-Titel sowie für weitere Magazine und das Schweizer Radio. 1999 war er Gründer und erster Leiter
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Richard Reich war lange Jahre Redaktor der «Neuen Zürcher Zeitung», Kolumnist mehrerer NZZ-Titel sowie für weitere Magazine und das Schweizer Radio. 1999 war er Gründer und erster Leiter des Literaturhauses Zürich, seit 2015 ist er Co-Leiter des Jungen Literaturlabors JULL. Und Richard Reich ist Gründer und Jury-Vorsitzender des Schreibwettbewerbs Ü70, dessen Gewinnerinnen und Gewinner immer jeden Herbst zu einer Schreibwoche mit öffentlicher Abschlusslesung in der Laudinella weilen.
Nach «Ovoland», «Das Gartencenter», «Das Leben ist eine Turnhalle», «Codewort Laudinella» und «Landgeschichten» ist «Das Falkenschloss» Richard Reichs sechstes Buch. Der Roman spielt um 1980 in einem ehrwürdigen Zeitunghaus an der Falkenstrasse in Zürich. Das titelgebende «Falkenschloss» ist eine Burg der Rechtschaffenheit und eine Bastion der Rechtschreibung. Je tiefer die Stadt, die Welt draußen – wir befinden uns im Jahr der Zürcher Jugendunruhen – in Zügel- und Regellosigkeit versinken, desto strenger pochen die Leute im Falkenschloss auf korrekte Grammatik und guten Stil. Erst recht, als das Chaos auch im Innern der Schlossmauern Einzug hält: Der Chefredaktor ist verstorben, Ressortleiter sind abgängig, Volontäre aus gutem Haus verschwinden grundlos und müssen notfallmäßig ersetzt werden, etwa durch die rätselhafte Vola, die brauchbar schreibt, aber die eigentlich keiner kennt und auch niemand eingestellt haben will. Zum Glück ist da noch der Große Korrektor! Er korrigiert in seinem Eckturm nicht nur fehlerhafte Artikel, sondern auch den Roman «Das Falkenschloss», während Sie ihn lesen…
«Richard Reichs Roman ‘Das Falkenschloss’ ist ein glänzend geschriebenes Porträt der ’alten Tante’ NZZ in einer Zeit, als die Redaktoren noch als kleine Könige in Einzelbüros sassen, ihre Briefe diktierten und darauf warteten, dass ihnen die Post gebracht wurde. Man weiss gar nicht, was man an dem Werk mehr bewundern soll: die atmosphärische Dichte oder die stimmigen Dialoge, die präzise Figurenzeichnung oder den listig-behaglichen Duktus, das souveräne Spiel mit Fakten und Fiktionen oder den warmen Humor.»
Manfred Papst
Eintritt frei
Zeit
Ort
Saal Languard, Hotel Laudinella
Via Tegiatscha 17