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Ricardo Castro gehört zu den profiliertesten Musikern Lateinamerikas. Als Pianist, Dirigent und Pädagoge geniesst er internationales Ansehen. Er konzertiert seit Jahrzehnten in Europa, Nord- und Südamerika sowie in
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Ricardo Castro gehört zu den profiliertesten Musikern Lateinamerikas. Als Pianist, Dirigent und Pädagoge geniesst er internationales Ansehen. Er konzertiert seit Jahrzehnten in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien. Geboren in Vitória da Conquista, Bahia in Brasilien, gab Castro sein erstes öffentliches Konzert im Alter von vier Jahren. Mit 19 Jahren zog er nach Europa und studierte in Genf Klavier bei Maria Tipo und Dirigieren bei Arpad Gerecz. Schnell erlangte er internationale Anerkennung und gewann erste Preise bei Wettbewerben wie dem Rahn-Wettbewerb (1985), dem Pembaur-Preis (1986), dem ARD-Wettbewerb in München (1987) und dem Géza Anda-Wettbewerb in Zürich (1988). Er vertiefte seine künstlerische Ausbildung in Paris bei Dominique Merlet, der zu seinem Mentor wurde. 1993 gewann Castro als erster Südamerikaner den Internationalen Klavierwettbewerb in Leeds. Dies führte zu Auftritten mit Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Tonhalle-Orchester Zürich und dem BBC Philharmonic sowie zur Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Sir Simon Rattle, Martha Argerich und Maria João Pires.
2007 gründete Castro das NEOJIBA (Staatliche Jugend- und Kinderorchester von Bahia), ein bahnbrechendes Sozialprogramm, das tausenden Kindern und Jugendlichen in ganz Bahia kostenlose Orchester- und Chorbildung bietet. In der Saison 2025/26 dirigierte er das NEOJIBA auf einer internationalen Tournee u.a. in der Philharmonie Paris, dem Concertgebouw Amsterdam und der Elbphilharmonie Hamburg. Zu Castros weiteren Engagements der vergangenen Saison gehörten die Rückkehr nach Bukarest mit dem Kammerorchester des Rundfunks als Dirigent und Solist im Beethoven-Konzert Nr. 1 sowie seiner eigenen Klavier- und Orchestrierung der Bachianas brasileiras Nr. 4 von Villa-Lobos, die Leitung des RTV Sinfonieorchesters Slowenien, die Rückkehr nach Genf mit der Camerata du Léman als Dirigent und Solist im Mozart-Konzert KV271 sowie Auftritte in Florenz bei den Amici della Musica. Im zweiten Halbjahr 2026 kehrt er als Solist mit Orchester nach Südamerika (Bogotá, Belo Horizonte) zurück.
Neben seinen künstlerischen und sozialen Verpflichtungen widmet sich Castro weiterhin der Ausbildung. Seit 1992 unterrichtet er Klavier in der Schweiz, seit 2020 an der Haute École de Musique de Genève. An der Musikschule von Fiesole in Italien lehrt er Orchesterleitung am Klavier. Ricardo Castro ist Ehrenmitglied der Royal Philharmonic Society.
Programm:
Claude Debussy:
Estampes: Pagodes; La Soirée dans Grenade; Jardin sous la pluie
Heitor Villa-Lobos:
Bachianas Brasileiras Nr. 4
PAUSE
Frédéric Chopin:
3 Mazurken op. 59
Heitor Villa-Lobos:
Ciclo Brasileiro
Weitere Informationen:
Tickets via www.pianodays.ch , an den Vorverkaufsstellen von Ticketcorner oder an der Abendkasse.
Zeit
Ort
Brigitte & Henri B. Meier Concert Hall, Hotel Laudinella
Via Tegiatscha 17, St. Moritz